Stiftung heilige Katharina von Alexandrien

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Allgemeines zum Schulsystem in Guatemala

Das Schulsystem in Guatemala ist in dreijährige Bildungsabschnitte gegliedert: das Kleinkindalter (párvulos) von 4-6 Jahren, der erste Teil des Grundschulalters (primaria Ciclo I) von 7-9 Jahren und der zweite Teil (primaria Ciclo II) von 10-12 Jahren. Dann schliesst sich das allgemeine Hauptschulalter an (básico) von 13 - 15 Jahren, gefolgt vom „Berufsschulalter“ (diversificado) von 16 - 18 Jahren. Der Abschluss (título) berechtigt zwar zum Hochschulstudium, doch bestehen bis zu 90% der Bewerber die Aufnahmeprüfung an der staatlichen Universität nicht. Das Schuljahr beginnt im Januar und endet im Monat Oktober, an der Universität im November.

Ab 2013 tritt die Neuregelung der Lehrerausbildung in Guatemala in Kraft, die statt der bisher dreijährigen Berufsschulausbildung ein zweijähriges Abitur mit Schwerpunkt Erziehung vorsieht, gefolgt von einem dreijährigen Universitätsstudium. Ob sich dies aber durchsetzen wird, ist angesichts des heftigen
Widerstands einiger Gruppen fraglich.

Die staatlichen Schulen sind zwar kostenlos, aber die Klassen oft hoffnungslos überfüllt, die Lehrer zum Teil schlecht oder verspätet bezahlt und verfügen kaum über Lehrmittel. Der Unterricht fällt oft aus, da die Lehrer an Fortbildungen und anderen Aktivitäten teilnehmen müssen. Es gibt keine Vertretungen. Die verbreiteten privaten Schulen, darunter viele kirchliche, müssen zwar Schulgebühren erheben, da sie vom Staat keinerlei Unterstützung bekommen, haben aber kleinere Klassen und besseres Unterrichtsmaterial neben etlichen Zusatzangeboten. Die kirchlichen Schulen erteilen zudem Religionsunterricht, der an staatlichen Schulen unbekannt ist.